Versteckte Kosten nicht-vertrauenswürdiger Anbieter in 5G-Netzwerken

Versteckte Kosten nicht-vertrauenswürdiger Anbieter in 5G-Netzwerken

  • Januar 2021
  • Tim H. Stuchtey, Christian Dörr, Enrico Frumento, Carlos Oliveira, Gianmarco Panza, Stefan Rausch, Johannes Rieckmann, Reda Yaich
  • Nummer 12 BIGS Standpunkt zivile Sicherheit

In zahlreichen europäischen Ländern gibt es derzeit Diskussionen über die wirtschaftlichen Möglichkeiten im Zusammenhang mit dem neuen Mobilfunkstandard 5G. Dabei geht es um mögliche Produktivitätssprünge, aber auch die mit einer stärkeren Vernetzung verbundenen Sicherheitslücken und Abhängigkeiten, die sich ergeben würden, wenn diese neuen Mobilfunknetze mit chinesischer Technik gebaut würden.

Wenn nicht-vertrauenswürdige Unternehmen am Aufbau von 5G-Netzen in Europa beteiligt werden, ist dies mit erheblichen Kosten verbunden. Nur ein Teil dieser Kosten fällt bei den Mobilfunknetzbetreibern an, die über ihre Netzanbieter entscheiden können. Ein Großteil der Kosten muss hingegen von anderen Teilen der Gesellschaft getragen werden, wie z.B. den Telekommunikationskunden oder den Steuerzahlern, die ohne weitere Regulierungen keinen Einfluss auf die Auswahl des Netzausrüsters haben. Außerdem fallen einige der Kosten erst lange nach dem Netzaufbau an und es besteht die Gefahr, dass diese bei der Investitionsentscheidung nicht hinreichend berücksichtigt werden.

In diesem Beitrag beschreiben die Autoren, warum die Sicherheit von 5G-Netzen für die Wirtschaft von größerer Bedeutung ist, als es bei 4G der Fall war. Sie definieren die Kosten, die durch den Aufbau der Netze mit nicht-vertrauenswürdiger Technik entstehen können, und versuchen diese so gut wie möglich zu messen. Am Ende der Studie fassen sie Länderstudien für ihre Heimatländer Deutschland, Frankreich, Italien und Portugal in der Anlage zusammen.

Schlagwörter: Ökonomie der Sicherheit, 5G
Erschienen auf: Deutsch