Abgeschlossene Projekte

Abgeschlossene Projekte

Hier finden Sie alle abgeschlossenen Forschungsprojekte des BIGS in alphabetischer Reihenfolge – mehr Informationen zu den einzelnen Projekten finden Sie auf den entsprechenden Projektseiten.

Arbeitskreis Risikokommunikation

Der Arbeitskreis Risikokommunikation am BIGS hatte von 2011 bis 2013 die Aufgabe gestellt, auf der Grundlage der politischen Zielvorgabe „Entwicklung einer Kultur der Risikokommunikation“ auf den staatlichen Ebenen von Bund, Ländern und Kommunen zu untersuchen, inwieweit bereits eine Umsetzung dieser richtigen und notwendigen Zielsetzung in konkretes Verwaltungshandeln stattgefunden hat.

Die Bereitstellung von Lufttransportkapazitäten

Internationale Katastrophen, wie das Erdbeben in Haiti oder die Flut in Pakistan, erfordern zeitnah den Transport von Hilfsgütern in die betroffenen Regionen. Dafür werden häufig Transportkapazitäten auf dem privaten Markt gechartert. In dem Projekt wurde von 2010 bis 2011 untersucht, wie geeignete Lufttransportkapazitäten speziell für Katastrophenfälle bereitgestellt werden können. Im Fokus stand dabei eine Bereitstellungsvariante, die einen möglichst geringen Eingriff in den Markt für Luftfracht, aber zugleich einen qualitativen Zugewinn im Vergleich zum Status Quo bedeutet.

Die Nutzung von Unmanned Aircraft Systems (UAS) für zivile Aufgaben

Nach dem schweren Erdbeben in Japan im März 2011 waren sie die ersten, die Bilder aus dem Inneren der zerstörten Reaktorblöcke des Kernkraftwerkes Fukushima-Daiichi lieferten: Unbemannte Luftfahrzeuge – in der Fachliteratur auch bekannt als Unmanned Aerial Vehicle (UAV) bzw. Unmanned Aircraft System (UAS). Im Bereich der zivilen Anwendungen sind UAS jedoch bisher, insbesondere in Europa, wenig präsent. Im Rahmen dieser Studie wurden von 2011 bis 2012 die potenziellen zivilen Einsatzbereiche von UAS identifiziert und kritisch untersucht.

HERMENEUT - Enterprises’ Intangible Risks Management via Economic Models Based on Simulation of Modern Cyber-Attacks

Cyberangriffe auf Unternehmen gehören mittlerweile zum Alltag. In diesem Zusammenhang wird bei Cyberrisiken etwas überspannt nur noch zwischen solchen Unternehmen unterschieden, die schon betroffen waren, und solchen, die es lediglich noch nicht registriert haben. Die klassische Risikoanalyse und Herangehensweise, die darauf abzielt, physische Unternehmenswerte zu schützen und zu versichern, greift bei Cyberangriffen jedoch zu kurz. Im Mittelpunkt des EU Horizont 2020 Forschungsbeitrages des BIGS im HERMENEUT-Projekt, stand von 2016 bis 2019 die Entwicklung eines ökonometrischen Modells, welches Unternehmen als Grundlage für Risikoanalysen und zur Kalkulation bzw. Bilanzierung der immateriellen Vermögenswerte im Zuge eines Cyberangriffes dienen soll.

Institutionelle und Organisatorische Aspekte der Humanitären Logistik

Internationale Katastrophen, wie das Erdbeben in Haiti, die Fluten in Pakistan, oder Hungersnöte in Afrikanischen Ländern, erfordern zeitnah den Transport von Hilfsgütern in die betroffenen Regionen. Dafür werden häufig Transportkapazitäten ohne gesicherte Verfügbarkeit auf dem privaten Markt gechartert. Diese Lösung hat den Nachteil, dass Hilfsorganisationen mit Wartezeiten oder höheren Preisen konfrontiert werden, da Flugzeuge ggf. erst aus entfernten Regionen in das entsendende Land gebracht werden müssen. Ein allgemein gültiges, sofort abrufbares Transportkonzept, das klar die Kompetenzen zuweist, die Mittelzuweisung und den Organisationsablauf regelt. gibt es bislang nicht. In dem Projekt wurde von 2010 bis 2013 untersucht, wie geeignete Lufttransportkapazitäten speziell für Katastrophenfälle bereitgestellt werden können.

Integration auf Augenhöhe

Das Modellprojekt „Integration auf Augenhöhe – Wertediskurs von Geflüchteten für Geflüchtete“ wurde zwischen September 2017 und Dezember 2019 aus Mitteln des Bundesprogramms „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert. Das Projekt wurde in Kooperation mit der European Foundation for Democracy (EFD) entwickelt und vom Brandenburgischen Institut für Gesellschaft und Sicherheit (BIGS) durchgeführt. Im Rahmen der Projektlaufzeit wurde eine Dialogplattform auf Augenhöhe geschaffen, auf welcher das interkulturelle Zusammenleben auf Basis von Werten umfassend, verständlich und praktikabel thematisiert werden kann.

Organisationsmodelle für internationale Hilfsgütertransporte

Allen Bemühungen zum Trotz, bringen Katastrophen – wie im Jahr 2010 in Pakistan und Haiti und 2011 in Japan – immer wieder die Defizite in der Organisation von internationalen Hilfsgütertransporten nicht nur auf deutscher und europäischer, sondern auch auf internationaler Ebene zum Vorschein. Betroffene Katastrophengebiete werden über Zeiträume von Wochen nicht oder nicht ausreichend versorgt, weil Mittel noch nicht freigegeben sind, die Katastrophenregion nicht erreicht werden kann oder der Zugang zur Region nicht sicher ist. Mittels der Instrumente der neuen Institutionenökonomik zeigt diese Folgestudie, wie die Organisation von Hilfsgütertransporten effizient und effektiver gestaltet werden kann.

OSiMa - Die Ordnung des Sicherheitsmarktes

Im Rahmen des Themenfeldes „Zivile Sicherheit – Neue ökonomische Aspekte“ aus dem Programm „Forschung für die zivile Sicherheit 2012-2017“ förderte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Verbundprojekt „Die Ordnung des Sicherheitsmarktes“ (OSiMa) von 2016 bis 2019. Das Brandenburgische Institut für Gesellschaft und Sicherheit (BIGS) fungierte als Konsortialführer. Das OSiMa-Konsortium analysierte gemeinsam und multidisziplinär, welche Formen des Gutes Sicherheit bestehen und wie diese organisiert und finanziert werden sollen. Dabei ging es insbesondere darum, darzulegen welchen Beitrag aus ordnungspolitischer Sicht die private Sicherheitswirtschaft leisten kann; sowie den Rahmen zu beschreiben, innerhalb dessen neue Dienstleistungen und Organisationsformen von Schutz und Sicherheit durch die Sicherheitswirtschaft entstehen können.

RiskViz – Risikolagebild der industriellen IT-Sicherheit in Deutschland

Cyber-Angriffe auf kritische Infrastrukturen werden für Unternehmen und Regierungen und somit auch für die Bevölkerung zunehmend bedrohlicher. Gleichzeitig werden die industriellen Kontrollsysteme (ICS), welche auch in kritischen Infrastrukturen zum Einsatz kommen, zunehmend an das Internet angeschlossen, um diese einfach und kostengünstig überwachen und steuern zu können.  Ziel des Verbundvorhabens war die Verbesserung der Cybersicherheit der deutschen Wirtschaft und insbesondere kritischer Infrastrukturen. Das BIGS hat dabei die ordnungspolitischen Rahmenbedingungen untersucht, die für die Entstehung eines Marktes für Cyberversicherungen notwendig sind und politische und ökonomische Instrumente aufgezeigt und weiterentwickelt, die dazu beitragen, identifizierte Schutzlücken zu schließen.

Schwerpunktzentrum für Sicherheit und Technologie - Fit für Europa

Mit dem Verbundprojekt Schwerpunktzentrum für Sicherheit und Technologie – Fit für Europa (07/2013-12/2016) wurde das Ziel verfolgt, Kompetenzen in der deutschen Sicherheitswirtschaft zu bündeln und die Ausgangslage deutscher Unternehmen für eine Beteiligung an Vorhaben der europäischen Sicherheitsforschung signifikant zu verbessern.

SenSE4Metro – Sicherheitsmanagement- und Notfalleinsatzsystem für U-Bahn-Systeme

Im vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten zweijährigen Projekt „Sicherheitsmanagement- und Notfalleinsatzsystem für U-Bahn- Systeme“ (SenSE4Metro) wurde die Sicherheit von Personen in U-Bahn-Systemen durch neue technische und organisatorische Maßnahmen gesteigert. Das BIGS hat gemeinsam mit indischen Partnern insbesondere mit Hilfe sowialwissenschaftlicher Experimente über die kulturellen Unterschiede von Rettungskräften gearbeitet.

Sicherheit im öffentlichen Personennahverkehr

Die Zahl der Gewaltübergriffe im öffentlichen Personennahverkehr ist in Deutschland in den vergangenen Jahren leicht angestiegen.  Es existierten keine einheitlichen Anforderungen an Sicherheitskonzepte von Verkehrsunternehmen und Infrastrukturbetreibern und es existierte keine Gesamtübersicht zu Besitzern und Nutzern sowie zu Inhalten und Bewertungskriterien sicherheitsrelevanter Daten für den ÖPNV. Aus diesem Anlass beauftragte das Ministerium des Innern des Landes Brandenburg im Jahre 2010 das BIGS, eine Vorstudie zur Sicherheit im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) anzufertigen.

Vernetzte Ansätze für den Umgang mit fragilen Staaten im internationalen Vergleich

Der erfolgreiche Umgang mit fragilen Staaten und krisenhaften Situationen erfordert den abgestimmten Einsatz von diplomatischen, humanitären, entwicklungspolitischen und sicherheitsrelevanten Maßnahmen. Mit solch einem vernetzten Ansatz („whole of government approach“) wollen Geberländer wie Deutschland den vielschichtigen und eng verflochtenen Herausforderungen, die für Entwicklung und Sicherheit in fragilen Kontexten bestehen, möglichst umfassend und effizient begegnen. Mit dem Forschungsvorhaben „Vernetzte Ansätze für den Umgang mit fragilen Staaten im internationalen Vergleich“, das 2012 ein Jahr lang vom BIGS im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) durchgeführt wurde, sollten aktuelle Beispiele und innovative Lösungen für die Gestaltung und Umsetzung von vernetzten Ansätzen gegenüber fragilen Staaten herausgearbeitet und für die deutsche Debatte nutzbar gemacht werden.

WISIND – Der Sicherheitsindikator für Deutschland

Das BIGS entwickelte von 2012 bis 2015 zusammen mit dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) ein wirtschaftswissenschaftliches Indikatorensystem zur Messung von Sicherheit und Sicherheitswirtschaft in Deutschland (WISIND). Ziel des Projekts war, das Sicherheitsniveau in Deutschland zu vermessen, hierfür wurden aus den Komponenten subjektive und objektive Bedrohung aggregierte Sicherheitsindikatoren gebildet.

Zwischen den Welten – Cybercrime zwischen Realität und Risiko

In diesem Projekt hat das BIGS 2013 und 2014 für das United Nations Office on Drugs and Crime (UNODC) untersucht, inwiefern man sich bei der Datengrundlage auf bereits existierende Studien verlassen kann. Dabei wurde die bisherige Literatur eingehend analysiert und auf ihre Validität hin überprüft. Ziel des Projektes war es, einen Überblick über die derzeitig verfügbaren Informationen zum Thema Cybercrime zu erhalten und anhand dessen Aussagen zu ihrer Verwendbarkeit für Unternehmen und Gesellschaften zu treffen.