Paper zur Konferenzreihe

 

 

 

 

 

 

The Market Failures in Cyber Security and What to Do About Them

Das Brandenburgische Institut für Gesellschaft und Sicherheit (BIGS) hat in Kooperation mit dem Hasso-Plattner-Institut (HPI) am 17. Januar 2012 einen Vortrag zum Thema „The Market Failures in Cyber Security and What to Do About Them“ veranstaltet. Referent war der Direktor des unabhängigen Think Tanks U.S. Cyber Consequences Unit (US-CCU), Scott Borg.

Der Ökonom Scott Borg hat bereits in zahlreichen Vorträgen an renommierten Universitäten wie z. B. Harvard, Yale und Columbia seine Analysen und Empfehlungen zur Cyber-Security mit Wissenschaftlern und Praktikern diskutiert. In seinem Vortrag beim BIGS und HPI setzte er sich mit den ökonomischen Konsequenzen von Cyber-Angriffen auseinander und hob den hohen volkswirtschaftlichen Schaden solcher Angriffe hervor. Er zeigte, wie hilfreich eine Analyse des Problems Cyber-Security mit Hilfe des ökonomischen Instrumentariums ist. Darüber hinaus skizzierte Scott Borg Szenarien möglicher Cyber-Attacken auf kritische Infrastrukturen sowie daraus resultierender gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Folgen. Trotz der bestehenden und allgemein bekannten Sicherheitsrisiken im IT-Bereich kommt es jedoch nicht in ausreichendem Maße zu den notwendigen und geforderten Investitionen und Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit in diesem Bereich.

Basierend auf unterschiedlichen Theorien der klassischen Mikroökonomie stellte Scott Borg eine praxisrelevante Erklärung für die von ihm geschilderte Problemsituation vor und zeigte verschiedene Ursachen dafür auf, warum es beim Markt für Cyber-Security zu Marktversagen kommt. Hierbei ging er unter anderem auf Informationsasymmetrien und bestehende Markteintrittsbarrieren als mögliche Ursachen ein. Um zukünftig einen funktionierenden Cyber-Security-Markt zu realisieren, führte Scott Borg mögliche Lösungsvorschläge für Politik und Industrie auf, die er abschließend mit den Zuhörern diskutierte.