Globale makroökonomische Ungleichgewichte: Eine Frage der nationalen Sicherheit?


Mit dem Beginn der globalen Finanzmarktkrise 2008 und spätestens mit der Eurokrise 2010 hat sich die transatlantische Diskussion über die Bedeutung globaler makroökonomischer Ungleichgewichte in der Politik, in den einschlägigen Medien und der Wissenschaft verschärft. Die Konsequenzen von Leistungsbilanzungleichgewichten liegen dabei nicht ausschließlich im ökonomischen Bereich. Der unvermeidbare Anpassungsprozess führt zu Macht- und Einkommensverschiebungen mit zum Teil erheblichen sicherheitspolitischen Konsequenzen. Ein Blick in die neuere Geschichte zeigt, welche Konflikte innerhalb und zwischen Staaten durch solche Anpassungsprozesse ausgelöst werden.

Einige dieser Aspekte sollen in einer Konferenz mit dem Titel „Globale makroökonomische Ungleichgewichte: Eine Frage der nationalen Sicherheit?“, die das BIGS zusammen mit dem AICGS veranstaltet, diskutiert werden. Im ersten Panel werden die unterschiedlichen ökonomischen Reaktionen der USA und Deutschlands auf die Finanz-, Wirtschafts- und Währungskrisen erörtert. Im Mittelpunkt steht dabei der Konflikt zwischen Deutschland und den USA über die jeweilige eigene Rolle bei der politischen und ökonomischen Lösung der Probleme. Die Auswirkungen der jeweiligen Wachstumsstrategie des exportorientierten Deutschlands und der konsumorientierten USA werden in diesem Panel debattiert.

Die Konferenz findet am 01. April 2011 von 10–15.30 Uhr in der Deutschen Bank, Unter den Linden 1315 in 10117 Berlin statt. Die Konferenzsprache ist Englisch. Das aktuelle Programm können Sie hier herunterladen. Die Teilnahme ist kostenfrei, jedoch möchten wir Sie bitten, sich hier zu registrieren. Bitte beachten Sie weiterhin, dass die Sicherheitsbestimmungen des Veranstaltungsortes zusätzlich zur Registrierung auch eine Identifikation per Lichtbildausweis erfordern.

Einen Bericht über die Konferenz können Sie hier beim AICGS nachlesen.