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Allen Bemühungen zum Trotz bringen Katastrophen – wie im letzten Jahr in Pakistan und Haiti und dieses Jahr in Japan – immer wieder die Defizite in der Organisation von internationalen Hilfsgütertransporten nicht nur auf deutscher und europäischer, sondern auch auf internationaler Ebene zum Vorschein.
Betroffene Katastrophengebiete werden über Zeiträume von Wochen nicht oder nicht ausreichend versorgt, weil Mittel noch nicht freigegeben sind, die Katastrophenregion nicht erreicht werden kann oder der Zugang zur Region nicht sicher ist. Ein allgemein gültiges, sofort abrufbares Transportkonzept, dass klar die Kompetenzen zuweist, die Mittelzuweisung und den Organisationsablauf regelt gibt es bislang nicht.
Im Rahmen einer Vorstudie wurde gezeigt, wie Lufttransportkapazitäten für Katastrophenfälle optimal bereitgestellt werden können. Mittels der Instrumente der neuen Institutionenökonomik zeigt diese Folgestudie, wie die Organisation von Hilfsgütertransporten effizient und effektiver gestaltet werden kann.
Die Publikation zu diesem Projekt ist hier einsehbar.
Die Bereitstellung von Lufttransportkapazitäten
Internationale Katastrophen, wie das Erdbeben in Haiti oder die Flut in Pakistan, erfordern zeitnah den Transport von Hilfsgütern in die betroffenen Regionen. Dafür werden häufig Transportkapazitäten auf dem privaten Markt gechartert. Diese Lösung hat den Nachteil, dass Hilfsorganisationen mit Wartezeiten oder überhöhten Preisen infolge gestiegener Nachfrage konfrontiert werden. Zudem ist ein One-Stop-Auftrag direkt in die Katastrophenregionen in den meisten Fällen nicht möglich, da marktübliche Transportflugzeuge nicht im Umfeld einer zerstörten Flughafeninfrastruktur landen können – also die Güter von einem weiter entfernten Absatzort per Luft oder Landweg weiter transportiert werden müssen. Aufgrund des Zeitverlustes müssen damit Versorgungsausfälle überlebensnotwendiger Güter und Dienstleistungen in Kauf genommen werden.
In dem Projekt wird untersucht, wie geeignete Lufttransportkapazitäten speziell für Katastrophenfälle bereitgestellt werden können. Im Fokus steht dabei eine Bereitstellungsvariante, die einen möglichst geringen Eingriff in den Markt für Luftfracht, aber zugleich einen qualitativen Zugewinn im Vergleich zum Status Quo bedeutet.
Die Publikation zu diesem Projekt ist hier einsehbar.
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