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Unsere Mitarbeiter arbeiten zurzeit an folgenden Projekten:
Das BIGS wird zusammen mit dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) ein wirtschaftswissenschaftliches Indikatorensystem zur Messung von Sicherheit und Sicherheitswirtschaft in Deutschland (WISIND) entwickeln. Dieses Projekt wird für 3 Jahre vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Das Sicherheitsniveau in Deutschland soll vermessen werden, indem aus den Komponenten Bedrohung und Schutz ein aggregierter Sicherheitsindikator gebildet wird.
Das BIGS wird sich dabei insbesondere auf die Vermessung der Sicherheitswirtschaft und den Wissenstransfer konzentrieren.

Der islamische Frühling in der arabischen Welt – Chancen und Herausforderungen für Europa
Mit dem Projekt wird das Ziel verfolgt, einen Beitrag zur aktuellen Diskussion über die dominierende Rolle islamistischer Parteien im Rahmen der Umbrüche in Ägypten und Tunesien zu leisten. Neben der notwendigen Klärung von Begrifflichkeiten wie islamistisch, liberal, säkular und Demokratie soll gezeigt werden, warum islamistische Parteien als Sieger aus den Wahlen hervorgegangen sind und welche Konzepte und Ziele diese Akteure verfolgen. Von weiterem Interesse sind die bisherigen Aktivitäten von Bundesregierung, EU, G8 und Weltbank zur demokratischen und wirtschaftlichen Unterstützung sowie mögliche sicherheitspolitische Implikationen für die Europäische Union. Außerdem sollen Handlungsempfehlungen an die Bundesregierung und die EU-Kommission für den Umgang mit ägyptischen und tunesischen Schlüsselakteuren erarbeitet werden.
Die Kontroverse um die Vorratsdatenspeicherung in Deutschland – Herausforderungen für die Innere Sicherheitspolitik Deutschlands im europäischen Kontext
Mit Blick auf die Gesetzgebungen im Politikfeld der Inneren Sicherheit seit 9/11 gehört das Gesetz zur Neuregelung der Telekommunikationsüberwachung und anderer verdeckter Ermittlungsmaßnahmen sowie zur Umsetzung der Richtlinie 2006/24/EG (Vorratsdatenspeicherung) zu denjenigen, die öffentlich am kontroversesten diskutiert werden. Die Massenklage vor dem Bundesverfassungsgericht an der sich rund 35.000 Bürger beteiligten war in dieser Dimension bisher einmalig. Während das Bundesverfassungsgericht die Umsetzung der EG-Richtlinie in deutsches Recht im März 2010 für nicht mit dem Fernmeldegeheimnis vereinbar und damit für verfassungswidrig erklärt hat, pocht die Europäische Union auf eine zügige Umsetzung der Richtlinie.
Das Projekt soll einen Beitrag dazu leisten, die Herausforderungen für die Politik der Inneren Sicherheit Deutschlands im Kontext der Europäischen Union am Beispiel der Kontroverse um die Vorratsdatenspeicherung aufzuzeigen. Auf der Basis einer Analyse ausgewählter Pressekommentare in den Leitmedien zur Verkündung des Bundesverfassungsgerichtsurteils im März 2010 wird in diesem Projekt exemplarisch der Mediendiskurs zur inneren Sicherheitspolitik Deutschlands im europäischen Kontext untersucht. Dabei soll über die Analyse des Mediendiskurses das Spektrum der mit der Umsetzung der europäischen Richtlinie verbundenen Kritikpunkte und Lösungsentwürfe ergründet werden.
Zwei Studien zur Bereitstellung und zur Organisation von Lufttransportkapazitäten haben eine Möglichkeit aufgezeigt, wie ein allgemein gültiges, sofort abrufbares Transportkonzept für internationale Hilfsgüterflüge aussehen kann. Das Konzept gemeinsam genutzter Transportkapazitäten hat eine klare Kompetenz- und Mittelzuweisung und regelt den Organisationsablauf der Transporte. So könnten innerhalb kürzester Zeit Flugzeuge bereitstehen, die den Transportbedarf von Hilfsorganisationen decken. Die dadurch für Hilfsorganisationen wesentlich vereinfachte logistische Planung erlaubt eine effektivere und effiziente Leistung von wirklicher Katastrophenhilfe vor Ort.
Dieses Konzept soll erstmals anhand eines Mit-ohne-Vergleichs durch Bildung eines Alternativszenarios am Beispiel von Japan angewandt werden. Durch die Simulation sollen die Kosten und Zugewinne für den Staat und für die Akteure der Hilfeleistung sowie die Effektivität in der Hilfeleistung aufzeigt und gegenüberstellend bewertet werden.
Risiken erneuerbarer Energien
Die Struktur der erneuerbaren Energieindustrie hat in einigen Punkten Ähnlichkeit mit der der traditionellen. Wichtig für ihre Entwicklung ist der Besitz technologischer Lösungen und Kompetenzen, welche die Nutzung der Energiequellen ermöglichen. In politischer Hinsicht sollte man aber in beiden Fällen vermeiden, dass die Renditen der Energieindustrie die Nachhaltigkeit der Gesamtwirtschaft negativ beeinflussen. Dieses Phänomen ist bei öl- und gasreichen Länder bereits bekannt. Die These dieses Forschungsprojekts ist, dass es auch bei erneuerbaren Energien zum Problem des „Rent-seeking“ auf lokaler Ebene kommen kann. Die Situation des Landes Brandenburg wird mit der in der italienischen Region Apulien verglichen.
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