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Nach dem Ende des Kalten Krieges und den Anschlägen in New York, Washington, London und Madrid haben sich die Sicherheitsherausforderungen für freiheitliche Demokratien erheblich gewandelt. Die neuen Politikansätze zur Gewährleistung der inneren und äußeren Sicherheit haben einen Effekt auf eine Vielzahl von Bereichen. Diese reichen von den bürgerlichen Freiheitsrechten, über die föderale Ordnung der Bundesrepublik, die klassische Außenpolitik und völkerrechtliche Fragen, die Außenhandelspolitik, die Sicherung kritischer Infrastrukturen oder die Beziehungen zwischen den Religionen oder verschiedenen Gruppen von Migranten.
Der Forschungsfokus des BIGS wird darauf liegen, wie die Gesellschaft Bedrohungen wahrnimmt und mit ihnen umgeht. Dabei soll auch der philosophische, kulturelle, ökonomische und politische Hintergrund dieser Bedrohungen analysiert werden. Insbesondere geht es darum, Politikstrategien zu entwickeln, mit deren Hilfe der Konflikt in dem Beziehungsdreieck zwischen Freiheit, Sicherheit und sozialer Gerechtigkeit überwunden werden kann. Hierzu sollen u. a. folgende Themen untersucht werden:
- die historische Entwicklung von Sicherheitspolitik;
- die soziale und ökonomische Dimension von Sicherheit;
- Werte, Ethik und kulturelle Einstellung zu Sicherheitsthemen sowie deren Implikation für Sicherheitstechnik und -politik;
- der Umgang mit Sicherheitsthemen in den Medien;
- der Umgang mit Katastrophen aus behördlicher und gesellschaftlicher Sicht;
- die ordnungspolitische Rolle des Staates und der einzelnen Gebietskörperschaften in der Sicherheitspolitik sowie
- die Verwischung der Grenzen zwischen innerer und äußerer Sicherheit.
Die konkreten Forschungsprojekte werden in Zusammenarbeit mit dem Institutsbeirat entwickelt und neue Themen identifiziert. Zugleich wird das BIGS sich an Ausschreibungen für Drittmittelprojekte im Bereich ziviler Sicherheit beteiligen.
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