Lagebild zum Hackerangriff auf Telekomgeräte

Unsere Partner von der FU Berlin im Projekt RiskViz haben zum aktuellen Angriff auf die Router der Telekom ein detailliertes Lagebild erstellt. Nach den USA ist Deutschland am Häufigsten betroffen. Details des Lagebildes und weitere Karten können bei der FU eingesehen werden.

TR069 Germany 20161123

Quelle: Freie Universität Berlin/scadacs.org

IT-Sicherheitsforum zu Kritischen Infrastrukturen

Digitale Technologien durchdringen heute nahezu alle Bereiche der Wirtschaft und Gesellschaft. Auch Infrastrukturen von essentieller Bedeutung für das staatliche Gemeinwesen wie die Energie- und Kommunikationsinfrastruktur, Industrienetzwerke und Verkehrsleitzentralen werden zunehmend von IT-Systemen gesteuert, die mit dem Internet verbunden sind. Damit wird der Schutz der „Kritischen Infrastrukturen" (KRITIS) vor Cyberangriffen zu einer zentralen Herausforderung der digitalen Gesellschaft.

Welche Fragen mit diesen Veränderungen aufkommen und wie derzeit damit umgegangen wird, soll am 23.11. um 18 Uhr im IT-Sicherheitsforum diskutiert werden. Der Präsident des BSI, Arne Schönbohm, wird dazu eine Keynote-Rede halten. In der Podiumsdiskussion wird Dr. Tim Stuchtey die gesellschaftlichen Implikationen erläutern. Die aktuellen Projekte des BIGS zu diesem Förderschwerpunkt können Sie beim anschließenden Get together kennenlernen, wenn Sie sich hier anmelden.

Programm IT Sicherheitsforum "IT-Sicherheit für Kritische Infrastrukturen"

 

Security Management Education in Europe

Im Rahmen des fit4sec Projektes hat Alexis Below eine Studie durchgeführt, um herauszufinden, wie es in Europa um die Security Management Studiengänge bestellt ist. Dazu hat er Hochschulen in Großbritannien, den Niederlanden, Österreich und Deutschland betrachtet und die Studiengänge miteinander verglichen.

Ergebnis war, dass in allen untersuchten europäischen Ländern dementsprechende Studiengänge existieren. Hier zeigte sich, dass diese Studiengänge noch in den Kinderfüßen stecken und noch wenig international ausgerichtet sind.

Die ganze Studie mit detaillierten Informationen und Ausblicken zum Thema finden Sie hier.

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Vorstellung der Studie „Fragile Staaten"

Vorstellung der Studie „Vernetzte Ansätze für den Umgang mit fragilen Staaten ‒ ein internationaler Vergleich" im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Am 19.08.2013 stellten Dr. Tim Stuchtey und die beiden Autoren, Alexis Below und Anne-Sophie Belzile, die vom BMZ geförderte Studie „Vernetzte Ansätze für den Umgang mit fragilen Staaten ‒ ein internationaler Vergleich" im Rahmen eines Frühstücksgespräches im Entwicklungsministerium in Berlin vor. Neben Referenten aus den Fachreferaten waren unter den vom BMZ geladenen Gästen auch Vertreter von Botschaften und Think Tanks anwesend.

Staatssekretär Hans-Jürgen Beerfeltz ging in seinem Eröffnungsvortrag auf die Entstehung der ressortübergreifenden Leitlinien für eine kohärente Politik der Bundesregierung gegenüber fragilen Staaten ein und betonte dabei den Bedarf für eine fortlaufende und offene Diskussion über Whole of Government Approaches auch in Deutschland. Die wichtigsten Erkenntnisse der Studie sowie Empfehlungen für die institutionelle Weiterentwicklung des deutschen Ansatzes wurden darauffolgend von Dr. Tim Stuchtey vorgestellt. Die im April 2013 abgeschlossene Studie untersucht innovative Ansätze zur ressortübergreifenden Zusammenarbeit gegenüber fragilen Staaten in Großbritannien, Dänemark, Kanada und Australien. Dabei wurden für jedes Land die konzeptionelle und institutionelle Umsetzung des vernetzten Ansatzes anhand relevanter Strategien und Rahmenkonzepte, institutioneller Regelungen und Finanzierungsmechanismen sowie der Rolle entwicklungspolitischer Erwägungen analysiert. Auf der Basis gemeinsamer Erkenntnisse aus allen Fallbeispielen wurden im Schlussteil Empfehlungen für die Weiterentwicklung der deutschen Organisationsstrukturen erarbeitet.

In der anschließenden Diskussion konnten die Autoren Alexis Below und Anne-Sophie Belzile auf Fragen und Anregungen aus dem fachkundigen Publikum eingehen. So wurden u.a. die Arbeitsteilung mit internationalen Organisationen bei der Frühwarnung und Konfliktanalyse, der Mehrwert einer nationalen Sicherheitsstrategie für die Ressortabstimmung sowie das Problem einer einsetzenden „operational fatigue" in den Geberländern nach langen Einsätzen auf dem Balkan und in Afghanistan thematisiert. Weitere Diskussionspunkte waren die bessere Einbindung von Kapazitäten aus dem Justiz- und Polizeibereich und die Möglichkeiten einer engeren parlamentarischen Begleitung von Aktivitäten in fragilen Staaten und Situationen. Es wurde erneut deutlich, dass für die effektive Umsetzung eines vernetzten Ansatzes in der Praxis nach wie vor keine Blaupause existiert, sondern Geberländer und internationale Organisationen aus bisherigen Engagements lernen und ihre Strukturen und Instrumente für den Umgang mit fragilen Staaten weiter verbessern müssen.

Comparing Whole of Government Approaches to Fragile States (englische Langfassung)

Vernetzte Ansätze für den Umgang mit fragilen Staaten ‒ ein internationaler Vergleich (deutsche Kurzfassung)